Diagnoseverfahren
Weitere Blutuntersuchungen

Was ist das?

Zu den weiteren Blutuntersuchungen in der Pränataldiagnostik gehören verschiedene serologische Tests. Dazu zählen die Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor, der Antikörpersuchtest sowie Tests auf Infektionen wie Röteln, Syphilis, Hepatitis B und HIV. Auch das sogenannte Serumscreening (z. B. Triple-Test) fällt darunter.


Was kann die Untersuchung feststellen?

Diese Tests können Infektionen, Blutgruppenunverträglichkeiten und das Risiko für bestimmte genetische Störungen (wie das Down-Syndrom) oder Neuralrohrdefekte aufzeigen. Der Triple-Test misst beispielsweise die Marker AFP, hCG und Estriol, um das Risiko für das Down-Syndrom abzuschätzen.


Was kann sie nicht feststellen?

Serologische Bluttests sind Screening-Verfahren. Sie liefern keine definitive Diagnose. Sie können keine strukturellen Fehlbildungen erkennen, die nicht mit den gemessenen Markern zusammenhängen.


Wie sicher ist das Ergebnis?

Die Sicherheit variiert je nach Test. Der Triple-Test kann die Vorhersage des Risikos für eine Trisomie nur wenig verbessern, sodass auch nach einem positiven Ergebnis viele Kinder gesund sind. Der NIPT ist hier deutlich präziser.


Wie läuft die Untersuchung ab?

Es erfolgt eine Blutentnahme aus der Armvene der Mutter. Die Blutprobe wird im Labor auf die entsprechenden Marker oder Erreger untersucht.


Welche Risiken gibt es?

Die Blutentnahme ist mit keinen nennenswerten Risiken für die Schwangerschaft verbunden.


Was kann ein auffälliges Ergebnis bedeuten?

Ein auffälliges Ergebnis kann auf eine Infektion, eine Blutgruppenunverträglichkeit oder ein erhöhtes Risiko für eine genetische Störung hinweisen. In der Regel sind weiterführende diagnostische Tests erforderlich, um die Ursache abzuklären.


Welche weiteren Möglichkeiten gibt es?

Bei auffälligem biochemischem Screening (z. B. Triple-Test):
Ein auffälliges Ergebnis (Risiko ≥ 1:380) führt ebenfalls zur Empfehlung einer weiterführenden Diagnostik, meist einer Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie, zur definitiven Bestätigung.

Bei auffälligem Antikörpersuchtest:
Dies deutet auf eine mögliche Blutgruppenunverträglichkeit hin. Die weitere Abklärung erfolgt über spezifische immunologische Untersuchungen und ggf. eine >Nabelvenenpunktion (Cordozentese) zur Bestimmung des kindlichen Blutbildes.